In Hartheim am Rhein war ich am vergangenen Montag bei der „Afterwork-Erkundungstour“ im Biotop-Gebiet der Kiesgrube von der Knobel-Gruppe dabei. Mit Kieswerken kommen wir im Alltag indirekt mehr in Kontakt, als man zunächst vermutet: Was hat beispielsweise Zahnpasta mit einem Kieswerk zu tun?
In Zahnpasta und kosmetischen Produkten ist oftmals Steinmehl, das in sogenannten Kugelmühlen zertrümmert und fein gemahlen wird. „Kiwi Oberrhein“ umschließt über 20 Kiesunternehmen am Oberrhein, die sich zusammengeschlossen haben. Kiesgruben sind ein großer Eingriff in Landschaften und bedeuten eine große Belastung. Wenn alte Kiesgruben wieder verwildern, dürfen sie später ähnliche ökoligische Merkmale vorweisen wie in der ursprünglichen Rheinebene - als der Rhein noch nicht begradigt war – und somit viele interessante Lebensräume für gefährdete Tierarten sein, wie z.B. dem Eisvogel.
Reinhold Treiber des Landschaftserhaltungsverband (LEV) Breisgau-Hochschwarzwald führte uns naturnah und informativ durch das Biotop-Gebiet auf dem Kieswerksgelände, welches bewusst wieder verwildert wurde mit Hilfe das EVL. Besucher:innen durften verschiedene Pflanzen und Insekten beim Rundgang entdecken.
Im „GeoMobil“ klärte Dr. Andreas Megerle über die Vielfalt der Steine und wertvollen Rohstoffe auf, die in der Kiesgrube gefunden werden. Kieswerke sind in Zeiten des Klimawandels relevante Akteur:innen - wie das Kiwi-Biotop zeigt - Artenvielfalt wurde hier einen Platz geboten. Sie können außerdem der Rohstoffgewinnung/-verarbeitung für nachhaltige Projekte dienen, wie beispielsweise dem Bau von Windkraft wird Beton. Das Material, welches aus Kiesgruben gewonnen wird, beispielsweise Sand, Kies, oder Split, wird zu 100% recycelt.